Buchempfehlung, Literaturhinweis

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Re: Buchempfehlung, Literaturhinweis

Beitragvon Merkur » Samstag 5. Dezember 2020, 18:09

Christoph Grüter, Stingless Bees („Stachellose Bienen“), Springer-Verlag.

Für alle, die sich über diese große Gruppe von Bienen mit über 550 sozialen Arten interessieren.
https://twitter.com/chris_LeDuck/status ... 68/photo/1

1-C. Grüter, Buch.jpg
Das Buch

Der Twitter-Thread ist recht informativ, auch wegen der Bilder! Ausschnitte:

2-C. Grüter, Melip.-1.jpg
Sie sind lästig!
Sie stechen nicht, aber viele trinken gerne Tränenflüssigkeit, und das ist nicht ganz angenehm!

3-C. Grüter, Körperbau.jpg
Körperbau der Bienen
Beim äußeren Bau der Biene frage ich mich allerdings: Weshalb heißt der Thorax bei Ameisen „Mesosoma“ und bei Bienen „Thorax“?
Obwohl auch bei Bienen, hier Meliponini, das erste Abdominalsegment als Propodeum mit den drei Thoraxsegmenten verwachsen ist?
Dann aber umfasst das "Abdomen" nicht das Propodeum, doch die Skelettplatten heißen "metasomal" terga und sterna. :?:

MfG,
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Re: Buchempfehlung, Literaturhinweis

Beitragvon Merkur » Donnerstag 10. Dezember 2020, 10:40

Enzyklkopädie der Sozialen Insekten, C. Starr (ed.), 2021

Starr,-C.-Enxyclop.jpg
(aus Angebot vom großen Strom)
Das Buch ist noch nicht erschienen. Der Preis ist stattlich (aber das sind die Preise mancher Ameisen ja auch).
( Hier wurde bereits einmal auf die Vorankündigung hingewiesen)

Ein Kapitel kann man bereits online lesen:
Social Parasitism, von Christian Rabeling, aus Starr, C. (ed.) Encyclopedia of Social Insects. Springer, Cham. (doi:). 10.1007/978-3-319-90306-4_175-1 Hier.
Sozialparasitismus bei Ameisen ist ja eines meiner besonderen Interessensgebiete. Ich habe das Kapitel kurz überflogen. Es ist auf dem aktuellen Stand.
Ich bin froh darum, nun die vielen jüngeren Beiträge aus den letzten Jahren (nach meinem Review von 2009) gut zusammengefasst zur Hand zu haben.

MfG,
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Re: Buchempfehlung, Literaturhinweis

Beitragvon Teleutotje » Donnerstag 10. Dezember 2020, 21:11

Merkur, I've posted it already a while ago here viewtopic.php?f=23&t=1533&start=100#p20795
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Re: Buchempfehlung, Literaturhinweis

Beitragvon Merkur » Sonntag 10. Oktober 2021, 09:51

Vorschau: Ein Buch von Bert Hölldobler und Christina L. Kwapich

https://www.hup.harvard.edu/catalog.php ... 0674265516
The Guests of Ants / How Myrmecophiles Interact with Their Hosts
Soll am 19. Juli 2022 erscheinen
Product Details
HARDCOVER / $65.00 • £52.95 • €58.50 / ISBN 9780674265516 / Publication Date: 07/19/2022 / 400 pages / 8 x 9-1/4 inches / 205 color photos, 16 color illus. / Belknap Press
A fascinating examination of socially parasitic invaders, from butterflies to bacteria, that survive and thrive by exploiting the communication systems of ant colonies.
Down below, on sidewalks, in fallen leaves, and across the forest floor, a covert invasion is taking place. Ant colonies, revered and studied for their complex collective behaviors, are being infiltrated by tiny organisms called myrmecophiles. Using incredibly sophisticated tactics, various species of butterflies, beetles, crickets, spiders, fungi, and bacteria insert themselves into ant colonies and decode the colonies’ communication system. Once able to “speak the language,” these outsiders can masquerade as ants. Suddenly colony members can no longer distinguish friend from foe.
Pulitzer Prize–winning author and biologist Bert Hölldobler and behavioral ecologist Christina L. Kwapich explore this remarkable phenomenon, showing how myrmecophiles manage their feat of code-breaking and go on to exploit colony resources. Some myrmecophiles slip themselves into a colony’s food, stealing liquid nutrition normally shared between ant nestmates. Other intruders use specialized organs and glandular secretions to entice ants or calm their aggression. Guiding readers through key experiments and observations, Hölldobler and Kwapich reveal a universe of behavioral mechanisms by which myrmecophiles turn ants into unwilling servants.
As The Guests of Ants makes clear, parasitism is both an essential evolutionary strategy and a highly complex one. Like other unwelcome guests, myrmecophiles both disrupt and depend on their host, making for an uneasy coexistence that nonetheless plays an important role in the balance of nature.

Mein Kommentar: Es geht also vor allem um Ameisengäste, mit denen sich Hölldobler immer wieder intensiv befasst hat. Mich wundert jedoch, dass in dem Buch der Begriff „socially parasitic“ auch auf individualparasitische Organismen wie Pilze und Bakterien ausgeweitet wird, dass auch diese als "Myrmecophile" (Ameisengäste) bezeichnet werden, und dass ausgerechnet die sozialparasitischen Ameisen nicht enthalten sind. Sie sind doch gerade die Organismen, die davon leben, dass sie als Abkömmlinge ehemals selbständiger sozialer Vorfahren die sozialen Leistungen ihrer Wirte nutzen. Für sie wurde einst der Begriff „Sozialparasitismus“ geprägt. Irgendwie schade.

MfG,
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